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Polytechnique
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Polytechnique [] (französisch fĂŒr âPolytechnikumâ) ist ein kanadischer Spielfilm von Denis Villeneuve aus dem Jahr 2009. Der Film thematisiert den Amoklauf an der Polytechnischen Hochschule MontrĂ©al 1989. Obwohl alle Figuren im Film bewusst fiktiv sind, wird der Tathergang vergleichsweise genau nachgestellt. Die Entscheidung, die Ereignisse zu verfilmen, wurde vor allem in der Provinz QuĂ©bec sehr kontrovers diskutiert. Von der Kritik wurde der Film ĂŒberwiegend positiv aufgenommen. Er wurde mit mehreren kanadischen Filmpreisen ausgezeichnet.
FĂŒr Denis Villeneuve, der sich nach dem durchaus wohlwollend rezipierten Maelström (2000) fĂŒr fast neun Jahre ins Privatleben zurĂŒckgezogen hatte, stellte der Film einen âNeubeginnâ seines Schaffens dar.
Kinostart in Québec war der 6. Februar 2009. Ab 20. MÀrz 2009 war er auch in weiteren kanadischen Provinzen zu sehen. In Deutschland lief der Film nur bei Festivals und erfuhr bisher keine regulÀre Veröffentlichung auf DVD oder Blu-ray. Er erschien jedoch in deutscher Sprache im Oktober 2014 als Bonus in der limitierten Mediabook-Edition von Villeneuves Film Enemy.
Contents
âą Handlung
âą Prolog
âą Der TĂ€ter
⹠Jean-François
⹠Valérie
âą Widmung
âą Produktion
âą Entwicklung
âą Dreharbeiten
âą Musik
âą Kino
âą Heimkino
âą Rezeption
âą Kritiken
âą Einspielergebnis
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Handlung
Die Handlung wird in nicht-chronologischer Reihenfolge erzĂ€hlt und zeigt den Ablauf aus drei verschiedenen Perspektiven: der des TĂ€ters, der eines weiblichen Opfers und der eines von SchuldgefĂŒhlen geplagten mĂ€nnlichen Studenten. Einige Szenen werden mehrfach aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt.
Prolog
Zwei Studentinnen an einem Kopierer unterhalten sich, als beide ohne Vorwarnung von SchĂŒssen getroffen und schwer verletzt werden. Eine Texttafel informiert den Zuschauer, dass der Film auf Berichten von Ăberlebenden des Amoklaufs in Montreal am 6. Dezember 1989 basiert. Aus RĂŒcksicht auf die Opfer und deren Familien seien aber alle Figuren frei erfunden.
Der TĂ€ter
Ein junger, namenloser Mann lebt in einer Wohngemeinschaft. In seinem Zimmer versteckt er ein Gewehr. Er ĂŒbt den Suizid durch einen Kopfschuss. SpĂ€ter schreibt er einen Abschiedsbrief, in dem sein extremer Frauenhass zum Ausdruck kommt. Er nimmt die Waffe und verlĂ€sst die Wohnung.
Mit dem Auto fĂ€hrt er zu einem Haus, vor dem eine Frau Schnee schippt. Er wartet ab, bis die Frau, bei der es sich um seine Mutter handelt, auĂer Sicht ist, und wirft dann einen Zettel in ihren Briefkasten. Es tue ihm leid, aber âes lieĂ sich nicht vermeidenâ.
Danach fĂ€hrt er zur Ăcole polytechnique de MontrĂ©al, wo er zunĂ€chst scheinbar teilnahmslos durch die GĂ€nge streift und schlieĂlich sein Gewehr, Munition und ein Kampfmesser aus dem Auto holt. Er wartet lĂ€ngere Zeit im Eingangsbereich der Schule, bis eine SekretĂ€rin ihn fragt, ob sie ihm weiterhelfen könne. Er begibt sich zu einem Vorlesungsraum und feuert einen Schuss in die Decke ab. Dann fordert er die Frauen und MĂ€nner auf, sich an beiden Seiten des Raums aufzustellen. Die MĂ€nner sollen dann den Raum verlassen. Der Mann fragt die Frauen, ob sie wĂŒssten, warum sie hier seien, was diese verneinen. Er erklĂ€rt ihnen, dass sie alle einmal Ingenieurinnen werden wĂŒrden und ein âfeministisches Packâ seien. Er hasse Feministen. Eine der Studentinnen will noch erwidern, dass sie keine Feministen seien, wĂ€hrend der Mann aber bereits das Feuer auf sie eröffnet. Die meisten Studentinnen sind sofort tot, einige schwer verletzt.
Der TĂ€ter verlĂ€sst den Raum und lĂ€uft die GĂ€nge der Schule ab, wo er alle Frauen erschieĂt, die er trifft. AnschlieĂend begeht er noch in der Schule Selbstmord.
Jean-François
Der Student Jean-François ist einer der MĂ€nner, die den Vorlesungsraum verlassen hatten. Er alarmiert den Sicherheitsdienst und versucht dann den Opfern zu helfen. Als er erneut den Klassenraum betritt, denken die verletzten Studentinnen ValĂ©rie und StĂ©phanie, dass der TĂ€ter zurĂŒckgekehrt sei, und stellen sich tot. Jean-François bricht in TrĂ€nen aus und verlĂ€sst den Raum. StĂ©phanie erliegt kurz darauf ihren schweren Schussverletzungen. Beim Versuch, weitere Hilfe fĂŒr ein sterbendes Opfer zu finden, gerĂ€t er erneut in die Schusslinie und flĂŒchtet sich in einen Raum, in dem andere Studenten trotz des Amoklaufs völlig teilnahmslos mit Musik und Alkohol feiern.
Einige Zeit nach dem Amoklauf fĂŒhlt sich Jean-François immer noch schuldig, weil er den Raum verlassen hat und seine Kommilitoninnen ohne jede Hilfe mit dem TĂ€ter allein gelassen hat. Nach einem Treffen mit seiner Mutter begeht er in seinem Auto Suizid durch Kohlenmonoxidvergiftung.
Valérie
ValĂ©rie hat den Amoklauf trotz ihrer schweren Verletzungen ĂŒberlebt. Nach ihrer Genesung schlieĂt sie ihr Studium erfolgreich ab und beginnt eine neue Beziehung. Als sie erfĂ€hrt, dass sie schwanger ist, schreibt sie einen Brief an die Mutter des AmoklĂ€ufers, den sie niemals abschicken wird. Der Brief endet mit dem Versprechen, dass sie ihrem Kind, falls es ein Junge werden sollte, die Liebe beibringen wird, und falls es ein MĂ€dchen werden sollte, wird sie ihm sagen, dass ihm die Welt zu FĂŒĂen liegen wird.
Widmung
Der Film ist neben den 14 direkten Opfern der Tat auch dem Studenten Sarto Blais, der wenige Monate nach dem Amoklauf Suizid beging, sowie allen Studenten und Angestellten der Hochschule und den Familien der Opfer gewidmet.
Produktion
Entwicklung
Die Idee zur Verfilmung der Ereignisse geht auf Karine Vanasse zurĂŒck, die im Film die Figur der ValĂ©rie darstellt und auĂerdem Associate Producer von Polytechnique war.cite-ref-star2-2-0[2] ZunĂ€chst suchte das Filmteam den Kontakt zur December 6 Foundation, einer spĂ€ter aufgelösten Vereinigung, die ĂŒberwiegend aus den Familienmitgliedern der Opfer bestand, und holte deren EinverstĂ€ndnis fĂŒr die filmische Umsetzung des Vorfalls ein.cite-ref-straight-3-0[3] Sie sprachen auch mit den Ăberlebenden des Amoklaufs, Polizisten, NotĂ€rzten und Betreuern der Angehörigen.cite-ref-straight-3-1[3] Die Familien der 14 Opfer wurden nicht konsultiert.cite-ref-tgam-4-0[4] Die Familienangehörigen der Opfer und die Mutter des AmoklĂ€ufers Marc LĂ©pine waren aber die ersten Personen, die den fertigen Film sahen.cite-ref-tgam-4-1[4] Es gab separate VorfĂŒhrungen fĂŒr sie vor dem regulĂ€ren Start des Films in den kanadischen Kinos. Einige Familien von Opfern entschieden sich dagegen, den Film zu sehen.cite-ref-tgam-4-2[4]
Das Filmbudget lag bei 6 Millionen Kanadischen Dollar.cite-ref-cbc-5-0[5] Die staatlichen Filmförderungsagenturen Telefilm Canada und SODEC lehnten die Finanzierung des Films zunĂ€chst zweimal ab, bevor man nach Intervention des Produzenten Don Carmody im Jahr 2007 schlieĂlich doch 3,1 Mio. Dollar zum Budget beisteuerte.cite-ref-gm-6-0[6]cite-ref-7[7]
Dreharbeiten
Der Film wurde in SchwarzweiĂ gedreht, um das BlutvergieĂen fĂŒr den Zuschauer nicht zu dramatisch zu gestalten.cite-ref-tgam-4-3[4] Der Film sollte laut Regisseur Villeneuve bei aller BrutalitĂ€t noch seh- und verarbeitbar bleiben und den Zuschauer nicht abschrecken (âI wanted to make a film that would be watchable, digestible, not a turnoff.â).cite-ref-tgam-4-4[4] Der Film sollte die Zuschauer auch in schwierigen Szenen durch Emotionen bewegen und nicht durch extreme Gewaltdarstellungen vertreiben (â⊠move people by the horror but not be repulsed, to keep the emotion of it but not the gore.â).cite-ref-star2-2-1[2]
Es wurde simultan eine französisch- und eine englischsprachige Version produziert.cite-ref-gm-6-2[6]cite-ref-moncinema-9-0[9] DafĂŒr lagen zwei unterschiedliche DrehbĂŒcher vor und alle Szenen mit Dialog wurden jeweils zweimal gefilmt.cite-ref-jm-10-0[10] Wie Janine Marchessault feststellte, liegen also strenggenommen zwei verschiedene Filme vor.cite-ref-jm-10-1[10]
Musik
Der Soundtrack von Polytechnique besteht zum GroĂteil aus fĂŒr den Film komponierten MusikstĂŒcken des Komponisten BenoĂźt Charest, in denen melancholische Klavier- und GitarrenklĂ€nge dominieren. Daneben finden folgende MusikstĂŒcke â ĂŒberwiegend Synthie-Pop und Gothic Rock der 1980er Jahre â Verwendung:
âą Mark Arnell â Tainted Love
âą Men Without Hats â Safety Dance
âą The Cinematic Orchestra â To Build a Home
âą Sisters of Mercy â Marian
âą Siouxsie and the Banshees â Love in a Void
Der Soundtrack wurde nicht separat veröffentlicht.
Veröffentlichung
Kino
Den Verleih ĂŒbernahm in Kanada Alliance Films. Der Film lief in QuĂ©bec am 6. Februar 2009 mit 30 französischsprachigen und fĂŒnf englischsprachigen Kopien an und belegte dort in der ersten Woche Platz 1 der Kinocharts, wobei fast 97 % des Umsatzes mit den französischsprachigen Kopien generiert wurde.cite-ref-11[11] Ab dem 20. MĂ€rz 2009 war er auch in Toronto, Vancouver und Calgary zu sehen.
Im Mai 2009 wurde er bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes im Rahmen der Nebenreihe Quinzaine des rĂ©alisateurs aufgefĂŒhrt.cite-ref-12[12]
In Deutschland lief er im August und September 2009 nur auf Festivals. So wurde die englische Originalversioncite-ref-13[13] auf dem Fantasy Filmfest 2009 in Berlin (19. August), Hamburg (25. August), Frankfurt am Main (28. August), Köln (30. August), NĂŒrnberg (2. September), MĂŒnchen (3. September) und Stuttgart (7. September) aufgefĂŒhrt.cite-ref-14[14] Beim Internationalen Filmfest Oldenburg wurde am 17. und 19. September 2009 die französische Version des Films mit englischen Untertiteln gezeigt.cite-ref-15[15] Im November 2012 wurde die OmU-Version des Films erneut im Rahmen einer Denis-Villeneuve-Retrospektive beim Internationalen Filmfest Braunschweig aufgefĂŒhrt.cite-ref-16[16]
Heimkino
In Kanada erschien der Film am 25. August 2009 als DVD und Blu-ray mit den französischen und englischen Sprachfassungen.cite-ref-17[17] Die Veröffentlichung enthielt neben dem Hauptfilm zwei Fernsehdokumentationen in französischer Sprache, Ici comme ailleurs (1989, LĂ€nge 6 Minuten) und Enjeux â Tuerie a lâĂ©cole Polytechnique â 10 ans aprĂšs (1999, LĂ€nge 47 Minuten).cite-ref-18[18]
In deutscher Sprache liegt Polytechnique nur auf der Blu-ray-Bonus-Disc der am 10. Oktober 2014 von Capelight Pictures veröffentlichten, 3-Disc limitierten Collectorâs-/Mediabook-Edition von Villeneuves Film Enemy vor.cite-ref-ofdb1-19-0[19] Die deutsche Synchronfassung entstand bei RRP Media.cite-ref-20[20] DarĂŒber hinaus enthĂ€lt die Blu-ray auch die französische Originalfassung.cite-ref-ofdb2-21-0[21]
Rezeption
Kontroverse ĂŒber Entscheidung zur Verfilmung
Die Entscheidung zur Verfilmung der Ereignisse löste vor allem in Québec starke Kontroversen aus. So wurden von vielen Seiten Beschwerden laut, dass ein solcher Film auch 20 Jahre nach den Ereignissen zu viele schmerzhafte Erinnerungen wachrufe.cite-ref-cbc-5-1[5]cite-ref-22[22]cite-ref-star2-2-2[2]
Der Gazette-Filmkritiker Brendan Kelly war der Ansicht, dass ein Filmemacher grundsĂ€tzlich jeden Stoff fĂŒr eine Verfilmung wĂ€hlen könne, aber er mĂŒsse dann âauch etwas zu sagen habenâ (âyouâve got to have something to sayâ).cite-ref-cbc-5-2[5] Das gelte besonders fĂŒr diesen Amoklauf, der ein sehr dunkles Kapitel in der Geschichte Montreals gewesen sei. Man mĂŒsse schon âeinen verdammt guten Grund habenâ, um einen solchen Film zu drehen (âhave a real darn good reasonâ). Kelly bezweifelte, dass Villeneuve einen solchen Grund zu bieten habe. Auch wenn er ein begabter Filmemacher sei, habe er mit diesem Werk offensichtlich nichts Relevantes zu sagen. Kelly bezeichnete es als âverstörendâ (âdisturbingâ), dass der Film die Ereignisse einfach nur nachstelle und das dem Zuschauer dann ohne einen eigenen Standpunkt prĂ€sentiere.
Von anderer Seite wurde der Film verteidigt. So nannte Nathalie Petrowski, Kolumnistin der Tageszeitung La Presse, Polytechnique vor dem Kinostart einen âwichtigen Filmâ (ânecessary filmâ), der aber wahrscheinlich an den Kinokassen floppen werde, weil zu viele Menschen Angst davor hĂ€tten, eine Verfilmung solcher Taten zu sehen.cite-ref-cbc-5-3[5]
Die Ăcole polytechnique de MontrĂ©al distanzierte sich vom Film in einem offiziellen Statement.cite-ref-23[23] Innerhalb des Lehrkörpers und der Verwaltung habe es zwar unterschiedliche Ansichten ĂŒber die Verfilmung der Ereignisse gegeben, aber als Institution mĂŒsse man aus Respekt vor den Opfern und Mitarbeitern, von denen viele das Massaker 20 Jahre zuvor miterlebt hatten, eine solche Stellung beziehen. DarĂŒber hinaus wolle man das Werk nicht weiter kommentieren.
Kritiken
86 % der von Rotten Tomatoes erfassten 14 Kritiken waren positiv, der Film erhielt eine durchschnittliche Bewertung von 7,0 der möglichen 10 Punkte (Stand: 3. Mai 2018).cite-ref-24[24]
In Kanada fielen die Kritiken ĂŒberwiegend positiv aus. So vergab Peter Howell vom Toronto Star 3 1/2 von 4 möglichen Sternen. Der Film fĂ€lle âkein Urteilâ (âno judgmentsâ) und biete keine Allheilmittel an.cite-ref-star3-25-0[25] Er zeige die Gewalt und bleibe bei den Fakten, aber er suhle sich auch nicht darin. Howell lobte Pierre Gills Kameraarbeit als âbrillantâ.cite-ref-star3-25-1[25]
Kevin N. Laforest vom Montreal Film Journal vergab ebenfalls 3 1/2 von 4 möglichen Sternen. Laforest hob die Kamera- und Tonarbeit positiv hervor und lobte auĂerdem die schauspielerischen Leistungen, insbesondere die von SĂ©bastien Huberdeau und Karine Vanasse. Die letzte Szene mit Vanasse, die dem Zuschauer wohl eine bestimmte Meinung aufzwingen solle, sei allerdings misslungen und schade dem Film.cite-ref-mfj-26-0[26]
Robert Bell nannte Polytechnique in seiner Kritik im kanadischen Musikmagazin Exclaim! einen âfesselnden und sehr wichtigenâ (âgripping and highly significantâ) Film, den man sehen sollte, ungeachtet dessen, wie schwierig die Erfahrung sein mag.cite-ref-exc-27-0[27] Weil die Figuren so wenig erklĂ€ren wĂŒrden und der Film seine Energie vor allem in ruhigen Momenten fokussiere, werde der Zuschauer zum Nachdenken angeregt.cite-ref-exc-27-1[27]
FĂŒr die New York Times verfasste A. O. Scott eine wohlwollende Kritik. Polytechnique sei in vielerlei Hinsicht âein bescheidener Filmâ (âa modest filmâ).cite-ref-nyt-28-0[28] Der Film sei weder zu melodramatisch noch zu minimalistisch. Es sei Tugend, aber auch Begrenzung des Werks, dass es Zuschauer mit der Sinnlosigkeit der Tat konfrontiere und trotzdem verlange, ruhig und vernĂŒnftig zu bleiben.cite-ref-nyt-28-1[28]
Ray Bennett schrieb nach der AuffĂŒhrung des Films in Cannes fĂŒr den Hollywood Reporter, der Film sei eine âleidenschaftslose NacherzĂ€hlungâ (âdispassionate retellingâ), die ânichts erklĂ€ren wolleâ (ânot set out to comprehend the crimeâ), auĂer nahezulegen, der AmokschĂŒtze sei ein erbĂ€rmlicher Verlierer, der Frauen die Schuld fĂŒr sein inhaltsleeres Leben gab.cite-ref-thr-30-0[30] Der Film sei dennoch ein Denkmal fĂŒr die Opfer sowie ein fĂŒr PĂ€dagogen und Studenten interessantes Dokudrama. Es sei bedauerlich, dass die Filmemacher keinen stĂ€rkeren Versuch unternommen hĂ€tten, den TĂ€ter oder bestimmte Entscheidungen der Opfer zu verstehen.cite-ref-thr-30-1[30]
Noch kritischer beurteilten Rob Nelson (Variety) und AndrĂ© Habib (Hors Champ) den Film, die Polytechnique mit dem thematisch Ă€hnlich gelagerten Spielfilm Elephant (2003) von Gus Van Sant verglichen. Nelson empfand Polytechnique als âschwĂ€cherenâ (âweakerâ) und deutlich âkonventionellerenâ Film (âmore conventionalâ).cite-ref-var-31-0[31] Er sei âgewollt kĂŒnstlerischâ (âplenty artyâ) und nur âbedingt konstruktivâ (âarguably constructiveâ), so Nelson.cite-ref-var-31-1[31] Ăhnliches bemerkte Habib, der Polytechnique als âdurchweg inkonsistentenâ Film (âtoute lâinconsĂ©quence de ce filmâ) und die Realisierung des Projekts als âobszönâ (âobscĂ©nitĂ©â) kritisierte. Villeneuves Film verfĂŒge ĂŒber ein âgutgeöltesâ (â«bien huilé»â) Drehbuch sowie eine âschöneâ (âbelleâ), âglatteâ (âpolieâ) Bildsprache, die dem Thema nicht angemessen sei und an seinen Beitrag zum Episodenfilm Cosmos (1996) erinnere. Polytechnique verkomme zu einer âĂberĂ€sthetisierung der Tragödieâ (âune suresthĂ©tisation de la tragĂ©dieâ). âGus Van Sant wartete bis zum Ende seines Films, um einen einzelnen Schuss ertönen zu lassen [âŠ] im Gegensatz zu Villeneuve, der uns automatisch in die ideologische Falle und in den Horror (dem Vordergrund des Films) platziert [âŠ]â, so Habib (âGus Van Sant a attendu jusquâĂ la fin de son film pour faire rĂ©sonner un seul coup de feu [...] Villeneuve, au contraire, nous place dâoffice dans le commerce idĂ©ologique et dans lâhorreur (le premier plan du film) [...]â).cite-ref-32[32]
Der Filmdienst bezeichnete den Film als âzutiefst verstörendâ.cite-ref-fd-33-0[33] Villeneuves Film wolle ânicht erklĂ€ren, was ohnehin nicht zu klĂ€renâ sei.cite-ref-fd-33-1[33] Drehbuch und Kameraarbeit seien âmeisterhaftâ und âprĂ€zise komponiertâ und wĂŒrden die RealitĂ€t âkĂŒnstlerisch verdichtenâ.cite-ref-fd-33-2[33]
AnlĂ€sslich der Veröffentlichung von Villeneuves Film Arrival (2016) schrieb Patrick Seyboth fĂŒr die epd Film einen Artikel zum Gesamtwerk des Regisseurs, in dem er Polytechnique als stilistisch konzentriertes, reduziertes und harsches Meisterwerk bezeichnet.cite-ref-epd-34-0[34] Seyboth hob auch die Stellung des Films als âNeubeginnâ Villeneuves hervor, der sich nach dem durchaus wohlwollend rezipierten Maelström (2000) auch aus kĂŒnstlerischen GrĂŒnden ins Privatleben zurĂŒckgezogen hatte und erst mit Polytechnique nach fast neun Jahren wieder einen Spielfilm drehte.cite-ref-epd-34-1[34] In diesem Film zeige Villeneuve die Auswirkungen von Gewalt und rĂ€ume vor allem den âOpfern und ihren Verletzungenâ Raum ein, wĂ€hrend er sich fĂŒr die Psychologie des TĂ€ters kaum interessiere.cite-ref-epd-34-2[34] Polytechnique sei laut Seyboth ein Film von âemotionaler IntensitĂ€tâ in âminimalistischer Ăsthetikâ, mit Bildern âvon erstaunlicher Poesieâ.cite-ref-epd-34-3[34]
Einspielergebnis
WĂ€hrend der Film aufgrund der lokalen Relevanz in QuĂ©bec an den Kinokassen insgesamt 1,8 Millionen Dollar einspielte, kamen im Rest Kanadas gerade einmal weitere 100.000 Dollar zusammen, was laut Filmjournalist Peter Howell als enttĂ€uschendes Ergebnis zu bewerten sei.cite-ref-star-35-0[35] FĂŒr die Filmemacher stand laut eigener Aussagen die ProfitabilitĂ€t des Projektes allerdings nicht an erster Stelle.cite-ref-star-35-1[35]
Interpretation und Analyse
In ihrem Artikel What Role Does Film Have in the Telling of History? A Look at Denis Villeneuveâs Polytechnique (2009) wies die Filmkritikerin Justine Smith darauf hin, dass Villeneuves Film zwar ein historisches Ereignis nachstelle und beim Ablauf bei den Fakten bleibe, er sich aber dennoch durch verschiedene Kunstgriffe von dem unterscheide, was man allgemein als âhistorischen Realismusâ bezeichnen wĂŒrde.cite-ref-smith-36-0[36] So seien insbesondere die auftretenden Figuren fiktiv und der TĂ€ter wird nur als namenloser Killer in den Credits aufgefĂŒhrt. Laut William R. Hume bleibe der TĂ€ter im ganzen Film lediglich âder Mann mit der Waffeâ.cite-ref-wrh-37-0[37] Der Film zeige nichts ĂŒber seine Vergangenheit und gebe auch keine nachvollziehbare ErklĂ€rung fĂŒr seine Tat. Insgesamt bleibe Polytechnique eher bei den Opfern und weniger beim TĂ€ter; er verweigere diesem geradezu die traurige BerĂŒhmtheit, nach der dieser vielleicht gesucht habe.cite-ref-smith-36-1[36] Auch durch die Schwarz-WeiĂ-Fotografie distanziere der Film sich von der Darstellung der Ereignisse in den Massenmedien. Anstatt Fernsehbilder der Berichterstattung nachzustellen, biete Villeneuve eine alternative Sichtweise auf die Ereignisse.cite-ref-smith-36-2[36] Smith versteht die Entscheidungen der Filmemacher als einen Versuch, den Opfern âein neues Leben zu gebenâ und gleichzeitig auf die Probleme der Darstellung von School Shootings in den Massenmedien hinzuweisen.cite-ref-smith-36-3[36] Der Film zeige die Auswirkungen der Trauer und Chaos, welches die Gewalt im Leben hinterlasse und die weit ĂŒber das tatsĂ€chliche Ereignis hinausreichen.cite-ref-smith-36-4[36] Polytechnique sei weniger ein Kommentar zum Ereignis selbst, als vielmehr dazu, wie eine Gesellschaft eine Tragödie verpacke, um sie zu âkonsumieren, zu absorbieren und leichter zu vergessenâ (â...but a comment on how as a society we package tragedy to be consumed, absorbed and easily forgottenâ).cite-ref-smith-36-5[36]
Auch der Kulturwissenschaftler Ralf JunkerjĂŒrgen sah in Polytechnique eine Fortsetzung der âPraxis des Erinnerns und Gedenkens an die Opfer.âcite-ref-rj-38-0[38] Der Film sei als âkĂŒnstlerisch ambitioniertes Denkmalâ angelegt.cite-ref-rj-38-1[38] Obwohl ganz bewusst fiktional gestaltet, wĂŒrde er die Opfer der Tat in den Vordergrund stellen. Villeneuve gedenke der Opfer explizit durch Nennung der Namen im Abspann, aber auch metaphorisch durch eine Kamerafahrt ĂŒber Deckenlampen, die bis auf eine alle leuchten, und damit auch als âGedenklichter fĂŒr die Toten verstanden werden könnenâ.cite-ref-rj-38-2[38] Der Mörder hingegen bleibe anonym. Laut JunkerjĂŒrgen versuche Villeneuve damit, die mediale PrĂ€senz der Tat neu zu gewichten. Normalerweise werde bei solchen Taten nur ĂŒber den TĂ€ter berichtet, die Opfer hingegen seien in der Regel der Ăffentlichkeit nicht bekannt. Auch wenn dies zu ihrem Schutz geschehe, fĂŒhre es zu einer âethisch verkehrten Gewichtungâ.cite-ref-rj-38-3[38]
JunkerjĂŒrgen wies auch darauf hin, dass der zeitliche Ablauf des Films zwar durch stĂ€ndige Vor- und RĂŒckblicke unterbrochen sei, im Wesentlichen aber bei der Tat selbst bleibe. Der Verlust an ârĂ€umlicher und zeitlicher Orientierungâ sei formaler Ausdruck der âverstörenden Tatâ.cite-ref-rj-38-4[38] Die Struktur des Films sei âlabyrinthischâ, sowohl auf der zeitlichen Ebene als auch beim stĂ€ndigen Wechsel der Perspektiven und nicht zuletzt auch bei den Kamerafahrten durch die verschachtelten GĂ€nge des Hochschulbaus.cite-ref-rj-38-5[38] Der Film biete dem Zuschauer keinerlei Orientierung, welche die Tat nachvollziehbar machen könnte. Villeneuve breche auĂerdem mit ĂŒblichen dramaturgischen Mustern, indem er mehrere Figuren mitten beim Sprechen unvermittelt von SchĂŒssen treffen lasse, was beim Zuschauer durch die Plötzlichkeit eine âbesondere Schockwirkungâ erziele.cite-ref-rj-38-6[38]
Die Filmwissenschaftlerin Janine Marchessault betonte in ihrem Artikel Versioning History: Polytechnique as Vector vor allem das Verweben dreier verschiedener Blickwinkel der Geschichte, die Marchessault als âVersionenâ bezeichnet. Die Versionierung des Films spiegele sich auch in anderen Aspekten wider: den zwei Sprach-Versionen des Films sowie den weiblichen und mĂ€nnlichen Versionen der Opferperspektive.cite-ref-jm-10-2[10] Wie der Filmkritiker William R. Hume in seiner Fallstudie The Multiplicities of Polytechnique (2009) feststellte, deutet bereits der Titel Polytechnique, dessen Wortstamm Poly âvieleâ oder âmehrereâ bedeutet, auf die zahlreichen Perspektiven und Geschichten des Films hin.cite-ref-wrh-37-1[37]
In den Versionen der mehrfach wiederholten Szenen ist das Wissen der agierenden Figuren und des Zuschauers jeweils limitiert, worauf Janine Marchessault explizit hinweist. So sehen die im Prolog am Kopierer stehenden Studentinnen den Killer nicht kommen, bevor sie von den SchĂŒssen getroffen werden. Erst in der Wiederholung der Szene sieht der Zuschauer den TĂ€ter beim Abfeuern der SchĂŒsse. In der Szene, in der Jean-François in den Vorlesungsraum zurĂŒckkehrt, geht er vom Tod aller Studentinnen aus, wĂ€hrend sich ValĂ©rie tatsĂ€chlich nur totstellt. In der dritten Version dieser Szene erst erfĂ€hrt der Zuschauer den Grund dafĂŒr: ValĂ©rie hielt den zurĂŒckkehrenden Jean-François fĂŒr den TĂ€ter. Auch ihr Wissen ĂŒber den wahren Ablauf war begrenzt. Erst durch das Verweben aller drei Versionen entsteht fĂŒr den Zuschauer ein vollstĂ€ndiges Bild der Geschichte.cite-ref-jm-10-3[10]
Trotz aller zeitlichen SprĂŒnge ergibt sich so am Ende des Films dennoch eine fast klassische ErzĂ€hlstruktur mit Anfang, Mitte und Ende. Der Zuschauer erfĂ€hrt das Schicksal der drei Hauptfiguren. Der TĂ€ter und Jean-François begehen Selbstmord. ValĂ©rie erwartet ein Kind. WĂ€hrend die starke Frauenfigur am Ende ins Leben zurĂŒckfindet, erscheinen die mĂ€nnlichen Figuren unentschlossen und schwach.cite-ref-jm-10-4[10] Insbesondere die Figur des Jean-François sieht sich nicht in der Lage, wĂ€hrend des Amoklaufs den Opfern zu helfen, was ihn in seinen eigenen Augen und auch denen des Publikums âentmĂ€nnlichtâ.cite-ref-wrh-37-2[37] Sein Versuch, die SicherheitskrĂ€fte der UniversitĂ€t ĂŒber den Amoklauf zu informieren, wird von diesen nicht ernst genommen und bleibt daher ineffektiv.cite-ref-wrh-37-3[37] Einem weiblichen Opfer kann er wenig mehr als seine Jacke anbieten und der Film wechselt danach zu einer anderen Perspektive. SpĂ€ter wird er nochmal gezeigt, wie er einem Opfer beim Verbinden ihrer Wunden hilft. Obwohl diese sich ausdrĂŒcklich bei Jean-François bedankt, fĂŒhlt er sich in der Folge schuldig, weil er nicht mehr getan hat, was ihn schlieĂlich in den Selbstmord treibt.cite-ref-wrh-37-4[37]
Wiederholt thematisiert Villeneuve Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern. Die weibliche Hauptdarstellerin, eine fĂ€hige Studentin, muss beim BewerbungsgesprĂ€ch sexistische Bemerkungen und Fragen zu ihrer Familienplanung ertragen. Bei der Vorlesung gibt sie ihre Mitschriften an Jean-François weiter, damit dieser die gleichen Vorteile wie sie hat, ohne dafĂŒr gearbeitet zu haben. WĂ€hrend des Amoklaufs zeigt sich dann der unterschiedliche Umgang von Frauen und MĂ€nnern mit kritischen Situationen. Jean-François bietet vor allem physischen Einsatz, der allerdings gröĂtenteils wirkungslos bleibt. Er rennt zum BĂŒro der SicherheitskrĂ€fte, er bietet seine Jacke als Kopfkissen an und er legt einem Opfer einen Druckverband an.cite-ref-wrh-37-5[37] Die verletzten Frauen ValĂ©rie und StĂ©phanie hingegen suchen eher eine emotionale NĂ€he und finden gemeinsam kurzzeitig Schutz beieinander, als sie dem TĂ€ter gegenĂŒberstehen.cite-ref-wrh-37-6[37] Als der Killer das Feuer auf die Gruppe eröffnet und beide zu Boden gehen, umarmen sich beide Frauen weiter und ValĂ©rie stellt sich schlieĂlich tot. Sie zeigt ihren Selbstschutz damit eher eher in einer gedanklichen als einer physischen Leistung.cite-ref-wrh-37-7[37]
Mehrfach wird auf die Rolle der MĂŒtter der Figuren eingegangen. Der Mutter des Killers wird nur aus der Ferne gezeigt, sie hat keinen Einfluss auf ihn und seine Tat.cite-ref-wrh-37-8[37] Er schreibt ihr nur einen Brief, in dem er die Ereignisse als âunvermeidbarâ bezeichnet.cite-ref-wrh-37-9[37] Am Ende des Films wird die zu diesem Zeitpunkt selbst schwangere Valerie der Mutter des Killers ebenfalls einen Brief schreiben, den sie allerdings nicht abschicken wird.cite-ref-wrh-37-10[37] In diesem weist sie auf die Bedeutung der Liebe und die Verantwortung einer Mutter fĂŒr ihr Kind hin. Auch Jean-François trifft sich noch einmal mit seiner Mutter, bevor er Selbstmord begeht.
Kevin B. Lee ging in seinem Video-Essay zu Polytechnique auf die Struktur des Films und dort insbesondere auf den Filmschnitt ein.cite-ref-39[39]cite-ref-nfs-40-0[40] Villeneuve zeige verschiedene Szenen aus mehreren Blickwinkeln, wobei die Auswahl und LĂ€nge der Einstellungen und der finale Schnitt jeweils unterschiedliche Schwerpunkte legen. So wird beispielsweise die Szene, in der der Killer den Vorlesungsraum betritt, beim ersten Mal sehr ausfĂŒhrlich gezeigt, wobei unterschiedliche Einstellungen verwendet werden. Der Zuschauer sieht die Reaktionen einzelner Studenten und vor allem das Zögern von Jean-Françoisâ beim Verlassen des Raumes. Beim zweiten Mal bleibt die Kamera die ganze Zeit in einer Einstellung bei der Figur der ValĂ©rie. Obwohl der Ablauf der gleiche ist, ist diese Version viel kondensierter und fokussiert auf die Reaktion einer einzelnen Studentin. Durch die leicht erhöhte Geschwindigkeit der ablaufenden Ereignisse, die kĂŒrzeren Pausen zwischen den Dialogen und die rastlose Kamera wird die Bedrohlichkeit der Szene verstĂ€rkt. Der Zuschauer komme nicht zur Ruhe, er könne nicht entkommen.cite-ref-nfs-40-1[40]
Der Film zeigt zweimal Pablo Picassos GemÀlde Guernica, einmal nachdem der Killer seinen Amoklauf im Klassenzimmer beginnt und einmal am Ende des Films als Standbild.cite-ref-wrh-37-11[37] Villeneuve bietet hier einen Querverweis zum VerstÀndnis des Films. Sowohl der Film als auch das GemÀlde beschÀftigen sich mit den Auswirkungen von Gewalt auf die Gesellschaft und thematisieren gleichzeitig einen Mangel an Menschlichkeit.cite-ref-wrh-37-12[37]
Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)
Toronto Film Critics Association Awards 2009cite-ref-41[41]
âą Rogers Canadian Film Award fĂŒr den besten kanadischen Film (Denis Villeneuve)
Genie Awards 2010cite-ref-star-35-2[35]
⹠Bester Film (Maxime Rémillard, Don Carmody)
âą Beste Regie (Denis Villeneuve, Remstar Media Partners)
âą Beste Hauptdarstellerin (Karine Vanasse)
âą Bester Nebendarsteller (Maxim Gaudette)
âą Bestes Originaldrehbuch (Jacques Davidts)
âą Beste Kamera (Pierre Gill)
âą Bester Schnitt (Richard Comeau)
⹠Bester Ton (Stéphane Bergeron, Pierre Blain, Jo Caron, Benoit Leduc)
âą Bester Tonschnitt (Claude Beaugrand, Guy Francoeur, Carole Gagnon, Christian Rivest)
âą Nominierung fĂŒr die Beste Original-Musik (BenoĂźt Charest)
âą Nominierung fĂŒr das Beste Make-up (Djina Caron, Martin Rivest)
Prix Jutra 2010cite-ref-42[42]
âą Beste Regie (Denis Villeneuve)
âą Bester Nebendarsteller (Maxim Gaudette)
âą Beste Kamera (Pierre Gill)
âą Bester Schnitt (Richard Comeau)
⹠Bester Ton (Pierre Blain, Claude Beaugrand, Stéphane Bergeron, Remstar Productions)
âą Nominierung fĂŒr den Besten Film
âą Nominierung fĂŒr die Beste Original-Musik (BenoĂźt Charest)
Weblinks
Einzelnachweise
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